Was mit dem Strandbad Quartier entsteht, sprengt den üblichen Maßstab. 19 Gebäude, 341 Wohnungen und 2.600 Quadratmeter Tiefgaragendecke machen dieses Areal in Frankenthal zu einem Großprojekt, bei dem nicht nur die Dimensionen, sondern auch die Anforderungen an Planung und Ausführung außergewöhnlich sind.
Die Realisierung erfolgt in drei Bauabschnitten. Im ersten Abschnitt errichtet die Ehrhardt + Hellmann Bauunternehmung GmbH sechs unterkellerte Gebäude mit insgesamt 153 Wohnungen und einer gemeinsamen Tiefgarage.
Die große Bandbreite der Betonbauteile verlangt nach einem flexiblen Schalungskonzept. Dafür kombiniert das Baustellenteam die RINGER Systeme AluDEK, Alu Master und Stahl Master. Ihr Einsatzspektrum reicht von Einzel- und Streifenfundamenten über Bodenplatten, Wände und Stützen bis hin zur rund 2.600 m² großen Tiefgaragendecke.
Fundamente & Bodenplatten
Flexibilität war bereits bei den Fundamentarbeiten gefragt. Die 50 cm hohen Streifenfundamente wurden mit liegenden Alu Master Elementen im Format 270 × 60 cm geschalt.
Für die Gebäude und die Tiefgarage kamen außerdem zahlreiche Einzelfundamente in insgesamt acht unterschiedlichen Größen hinzu. Sie dienen unter anderem der Gründung späterer Stützen. Mit den leichten Alu Master Elementen ließen sich die verschiedenen Abmessungen flexibel und effizient schalen.
Zwei Systeme für Wände und Stützen
Bei den 25 bis 40 cm starken Keller- und Tiefgaragenwänden sowie den Stützen setzte das Baustellenteam die jeweiligen Stärken von Alu Master und Stahl Master gezielt ein. Die leistungsfähige Stahlrahmenschalung übernahm vor allem die großflächigen, kranunterstützten Bereiche.
Bei kleineren Wandabschnitten, Anpassungen und wechselnden Bauteilgeometrien kam Alu Master zum Zug. Dank ihres geringen Gewichts konnten die Elemente einfach von Hand bewegt und flexibel mit der Stahl Master kombiniert werden.
AluDEK für 2.600 m² Tiefgaragendecke
Den größten zusammenhängenden Schalungsbereich bildet die rund 2.600 m² große Tiefgaragendecke. Für ihre abschnittsweise Herstellung stehen auf der Baustelle rund 555 m² AluDEK Schalelementfläche zur Verfügung.
Das geringe Gewicht der Aluminiumelemente erleichtert die Handhabung und beschleunigt das Ein- und Ausschalen. Gleichzeitig lässt sich die Moduldeckenschalung flexibel an Wände, Stützen, Unterzüge und wechselnde Grundrissbereiche anpassen.
Gerade auf den weitläufigen und wiederkehrenden Deckenflächen spielt der systematische Aufbau der AluDEK seine Stärken aus. Eine Besonderheit bildeten Deckenabschnitte mit Stärken von bis zu 45 cm. Eine im Vorfeld von RINGER und dem zuständigen Prüfstatiker durchgeführte statische Prüfung schuf die Grundlage für deren fachgerechte Ausführung. Die in die Tiefgaragendecke integrierten Unterzüge wurden mit H20-Trägern, Balkenzwingen und Balkenaufsätzen hergestellt. Auf diese Weise ließen sich Decke und Unterzüge in einem abgestimmten Arbeitsablauf schalen und gemeinsam betonieren.
Keller- und Fertigteildecken sicher unterstützt
Das Schalungskonzept der Tiefgarage kam in vergleichbarer Form bei den Kellerdecken zum Einsatz. Mit der AluDEK wurden auch hier Decken mit Stärken von bis zu 45 cm hergestellt.
Zwei Unterzüge mit jeweils 60 cm Breite und einer Gesamthöhe von 79 cm einschließlich Decke wurden nach demselben Prinzip mithilfe von H20-Trägern, Balkenzwingen und Balkenaufsätzen in die Deckenschalung integriert und gemeinsam mit der Decke betoniert.















